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Datum: 2008-05-21 15:34:20
In den Frühjahrs- und Sommermonaten steigen die sp

Bromelain – Die Heilkraft der Ananas-Enzyme

 

 

Die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr locken Jung und Alt wieder vor die Tür. Trägheit, Winterruhe und die bequemen Stunden auf dem Sofa sind passé. Die sportbegeisterten Deutschen schnappen sich Fahrräder und Inline-Skates, Fußbälle und Tennisschläger und machen der Winterruhe endgültig den Garaus. Gut trainiert und fit sind die wenigsten nach der langen Winterpause. Pünktlich zum Frühjahr steigen damit alljährlich die Sportverletzungen an. Stauchungen, Prellungen, Muskelzerrungen und Blutergüsse gehören zwar nicht zu den gefährlichen Sportverletzungen, doch unangenehm sind sie allemal.

 

 

Bei einer Verstauchung (Distorsion) verscdhieben sich die Flächen eines Gelenks, sie werden kurzfristig voneinander getrennt. Anschließend kehren die Gelenkstrukturen wieder in den Ausgangszustand zurück. Die Gelenkkapsel sowie die umgebenden Muskeln und Bänder werden stark überdehnt. Dies äußert sich beispielsweise auch in heftigen Schmerzen. Oft reißen Blutgefäße und es kommt zum Bluterguss. Verstauchungen kommen relativ oft vor. Knickt beispielsweise der Fuß um, ist das Sprunggelenk betroffen. Häufig geschieht dies beim Fuß- und Basketball sowie in Lauf- und Sprungdisziplinen auf unebenem Boden. Verstauchungen des Kniegelenks entstehen bei Drehbewegungen, zum Beispiel durch Fouls beim Fußball. Beim Volleyballspielen werden oft Daumen- und Fingergelenke gestaucht.

 

Zu einer Prellung (Kontusion) kann es beim Aufprall auf ein Hindernis, bei einem Schlag oder Stoß kommen. In Zweikämpfen beim Fußball ist das an der Tagesordnung. Beim Handball stürzt der Spieler beim Torwurf aufs Knie oder der Schmetterball beim Volleyball endet auf dem Rücken eines Spielers. Ist dabei keine Verletzung des Gewebes oder der Haut sichtbar, spricht man von einer Prellung. Blut- und Lymphgefäße werden gequetscht, Flüssigkeit tritt in das Gewebe aus. Muskel-, Knochen- und Gelenkprellungen sind typisch beim Sport.

 

Wird ein Muskel plötzlich über sein physiologisches Maß hinaus gedehnt, spricht man von  einer Muskelzerrung. Ist die einwirkende Kraft größer als die des Muskels, kommt es zu einem Muskelfaserriss oder gar zu einem totalen Muskelriss. Ursache ist oft eine unzureichende Aufwärmphase oder Überschätzung des eigenen Leistungsvermögens. Neueste Untersuchungen zeigen, dass dabei „Mini-Entzündungen“ und

 

 

 

 

 

Schwellungen auftreten. Da auch hier Blutgefäße betroffen sind, kann es gleichzeitig zur Blutergussbildung kommen.

 

Blutergüsse (Hämatome) handelt man sich schnell ein. Eine Kollision mit dem Fahrradlenker, ein unsanftes Bremsen beim Inline-Skaten oder der Ausrutscher im Schwimmbad – schnell reißt ein Blutgefäß durch eine Verletzung und Blut tritt in das umliegende Gewebe. Nach kurzer Zeit schon sieht man den typischen Blauen Fleck, das Hämatom. In den meisten Fällen sind Blutergüsse harmlos, aber Schmerzen verursacht das Hämatom durchaus.  Nach rund 14 Tagen verschwindet es allmählich.

 

 

Bei all diesen Sportverletzungen hat sich für die Erstversorgung das „PECH“-Schema bewährt:

 

Pause: Das verletzte Körperteil sollte ruhig gestellt werden.

 

Eis: Auflegen eines Eisbeutels auf das verletzte Gebiet für 15 bis 20 Minuten.

 

Compression: Durch den Kompressionsverband soll das verletzte Gewebe gerade so weit zusammen gedrückt werden, dass keine weitere Blut- oder Gewebsflüssigkeit austreten kann. Achtung: Nicht zu straff wickeln.

 

Hochlagerung: Das verletzte Körperteil soll höher gelagert werden als das Herz.

 

 

Doch gehen Sportmediziner heute immer mehr dazu über, unterstützend eine Enzymbehandlung mit Bromelain einzusetzen, übrigens auch vor und nach Operationen bei größeren Sportverletzungen. Dieses „Ananas-Enzym“ – es stammt aus den Stämmen der Ananas-Pflanze – ist eine Protease, also ein Enzym, das Eiweiß spaltet. Hierin ist auch die heilende Wirkung von Bromelain begründet: Es spaltet Eiweiße, die bei Verletzungen aus Blut und Lymphe in das beschädigte Gewebe gelangen. Dadurch reduziert sich die Schwellung, der Druckschmerz nimmt ab. Bromelain unterstützt dabei den für die Heilung notwendigen Entzündungsprozess, so dass dieser Vorgang beschleunigt  ablaufen kann.

 

„Durch den Einsatz von Bromelain können wir die Dosis von Schmerzmitteln deutlich senken“, sagt Dr. Klaus Steinbach, Sportmediziner und Chefarzt der Hochwaldklinik für Orthopädie in Weiskirchen/Saar.

 

 

 

 

 

 

Vor allem die rein pflanzlichen Bromelain-Präparate genießen beim Patienten einen Vertrauensvorschuss, da sie ausschließlich aus natürlichen Enzymen bestehen und zudem nicht über den Zusatz tierischer Enzyme oder synthetischer Farbstoffe verfügen. Es gibt nur wenige rein pflanzliche Präparate auf dem Markt.

Auch prophylaktisch wird Bromelain immer häufiger eingesetzt. Boxer beispielsweise nehmen das gut verträgliche Präparat gerne bereits vor dem Wettkampf oder auch vor dem Training ein. Denn sollte es zu einer Verletzung kommen, schwillt das umliegende Gewebe längst nicht so stark an wie ohne die Einnahme von Bromelain. Und wichtig für alle, die unter der Blutergussbildung leiden: Dank Bromelain verschwindet das Hämatom in etwa der Hälfte der Zeit!